
„Den Puls des eigenen Herzens fühlen.
Ruhe im Innern,
Ruhe im Äußern.
Wieder Atemholen lernen,
das ist es.Christian Morgenstern
Wir halten die Luft an, wenn wir uns erschrecken, und wir halten sie an, wenn wir uns verstecken. Das ist eine Überlebensstrategie angesichts akuter Bedrohung. Allerdings ist es keine Lebensstrategie, aus der Freude, Kreativität, innerer Frieden und Verbundenheit erwächst.
Wenn wir uns sicher, geborgen und geliebt fühlen, dann fließt unser Atem automatisch tief in unsere Bauchhöhle, der Brustkorb weitet sich, das Herz schlägt ruhiger, unser Körper ist mit Sauerstoff versorgt: Wir sind von innen gestärkt. Das ist wunderbarerweise nicht nur eine Idee, sondern das ist wissenschaftlich nachgewiesen.
Sicherheit und Liebe vermitteln – das steht trotzdem aktuell weder bei Ärzten, Lehrern, Polizisten, Politikern auf dem Lehrplan. Selbst Eltern sind gerade dabei, sich dieses Wissen langsam wieder anzueignen, nachdem sie es bei ihren eigenen Eltern nicht unbedingt abschauen konnten. Und das ist eine spannende Entwicklung, die sich auch an anderen Stellen bemerkbar macht.
Genau an diesem Punkt setzt die Mind-Body Medizin an, eine Sammlung unterschiedlicher Atem-, Bewegungs- und Meditationstechniken mit einer langen Historie, großen kulturellen Vielfalt und gestützt durch wissenschaftlich erhobene Daten. Diese Techniken dienen der Regulierung des Nervensystems, so dass sich ein Gefühl von Sicherheit und Liebe einstellen kann. Das kann das eigene Nervensystem sein aber auch das eines ängstlichen Patienten, eines unruhigen Schülers, eines wilden Kindes oder eines gestressten Autofahrers, der gerade am Ausrasten ist.
Die Mind-Body Medizin geht dabei ganzheitlich vor, denn sie fußt auf dem Wissen, dass Körper (Body) und Geist (Mind) eine lebendige Einheit sind. Sie orientiert sich außerdem an unseren angeborenen Ressourcen: Unser Körper kann lernen, sich selbst zu beruhigen, motivieren, aktivieren. Die Mind-Body Medizin versteht außerdem, dass Gesundheit aus dem Zusammenspiel innerer Prozesse in Zellen, Geweben und Organen entsteht und auch aus dem Zusammenspiel äußerer Prozesse in der Familie, auf der Arbeit und überall da, wo Menschen zusammenkommen.
Auf diesen Seiten erzähle ich, wann, wo und wie sich die Mind-Body Medizin entwickelt hat, welche Programme es mittlerweile weltweit und in Deutschland gibt, und wie meine Arbeit als Mind-Body Medizin Facilitator aussieht.
Ich freue mich sehr, dass Du hier bist: neugierig, lebendig und Teil einer spannenden Entwicklung.
Viel Freude beim Lesen und einen Herzensgruß,
Deine Nancy

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